[Out of topic] Weisheitszahn-OP : Essensprobleme und andere Dinge

Okay… eigentlich passt dieses Thema überhaupt nicht in meinen Blog….Lifestyle oder ähnliches ist das nicht wirklich :D. Dennoch habe ich mir gedacht, dass ich Euch ein paar Tipps und Info´s geben möchte, falls der/die ein oder andere so etwas noch vor sich hat. Außerdem möchte ich versuchen, Euch ein wenig die Angst zu nehmen…mir persönlich hätte es geholfen, wenn ich im Internet so einen kleinen Bericht gefunden hätte 😛

(Ich entschuldige mich schon im voraus für die Bilder-Qualität-, die nicht immer ganz so gelungen sind. Es war nicht geplant, dass ich einen Beitrag darüber schreibe und Bilder dazu mache. Erst als ich mit Hamsterbacken zu Hause saß, ist mir die Idee gekommen spontan schnell etwas aufzunehmen um es später vielleicht mit einbinden zu können)

Mein Tipp/Rat zu Beginn:

Müssen alle 4 Weisheitszähne raus und ihr seid genauso Schisser wie ich, dann empfehle ich Euch aufjedenfall den Dämmerschlaf zu machen…kostet zwar etwas (ca.150€) aber wer Angst vor solchen Eingriffen hat, investiert gut. Warum? Lest ihr unten. Wenn der Arzt es als Notwendig sieht und man nicht drum herum kommt,wird es von der Krankenkasse im Normalfall übernommen.

Vorgang:

Um Euch die Angst zu nehmen: Beim Dämmerschlaf merkt ihr nix. Zumindest hab ich überhaupt nichts mitbekommen.

Man liegt auf der Liege ,bekommt eine Infusion gelegt, den Dämmerschlaf eingespritzt und man merkt wie man langsam müde wird….bis man plötzlich weg ist. Ich habe nur mitbekommen wie ich in den OP-Raum reingebracht wurde, wie plötzlich viele Menschen um mich herum standen und das diese etwas miteinander redeten. Mehr nicht. Und irgendwann bin ich eben wieder aufgewacht. Vom Eingriff selbst habe ich persönlich nichts gemerkt – Gott sei Dank- . Der Eingriff selbst hat nur eine halbe Stunde gedauert und man bekommt einfach echt nichts mit. Danach musste ich mich noch ausruhen, habe einen lauwarmen Tee bekommen und durfte dann gehen. Der Arzt verschreibt im Normalfall Schmerztabletten und eine Mundspülung und bei Bedarf Antibiotika. Die Nachuntersuchung wird beim normalen Zahnarzt vorgenommen. Mit Vollnarkose habe ich auch meine Erfahrung machen „dürfen“, wer dazu Fragen hat kann mir gerne schreiben.

Die Tage danach:

Am Tag der OP habe ich Schmerztabletten genommen und Antibiotika. Konnte nicht viel machen außer auf dem Sofa sitzen, TV schauen und entspannen. Mehr kann man auch nicht machen und soll man auch nicht. Brühe konnte ich schon schlürfen. Am zweiten Tag stieg die Schwellung an und ohne Schmerztabletten ist es eigentlich auch nicht auszuhaltem gewesen, ebenso ausruhen und Tee trinken, Suppe schlürfen oder Babybrei „essen“. Auch der 3. Tag war nicht anders und die Schwellung stieg nochmal an. Am 4. Tag war dann der Höhepunkt  mit der Schwellung bzw. ist schon minimal zurückgegangen und am 5.Tag hat man schon eine gute Besserung gesehen. Den Mund konnte ich dann auch schon besser öffnen und konnte ein sehr weiches Brot mit etwas Thunfischcreme darauf essen….aber wirklich nur wenig und sehr langsam :D. Der 6. Tag war schon viiiiiel besser, Schwellung nur noch wenig, etwas gelb an den Stellen aber damit kann man leben. Weiches Brot in kleinen Stücken mit stückchenfreier Marmelade ging und ich fühlte mich auch schon wieder einigermaßen fit. Es hat hier und da etwas gezogen, habe dann einfach wenn es mehr wurde eine Schmerztablette genommen, dann ging es wieder. Bei mir verzögerte sich das ganze, da ich nochmal eine Baustelle im Kiefer hatte und etwas mehr aufpassen musste.

Wären es bei mir nur die Weisheitszähne gewesen, wäre alles echt easy gewesen. Also Angst braucht ihr echt keine haben.

Das Lied vom Ganzen: 4 Wochen gab es für mich nur weiche Sachen zu essen. Also wenn ihr Eure Weisheitszähne entfernen lasst….es gibt absolut schlimmeres (wie zB. eine Kieferhöhlen Extranktion, wie ich das Glück hatte :D)! Nach einer Woche ist das mit den Weisheitszähnen eigentlich okay, man muss im nachhinein eben ein bisschen aufpassen, dass man nicht zuuuu harte Sachen isst, die das ganze verletzen könnten oder sogar aufreißen könnten..Also davor kann ich Euch echt die Angst nehmen, es schmerzt zwar Anfangs und ihr seht aus wie ein Hamster ( bei allen 4 ) aber das vergeht.

Was kann ich essen und trinken?

Naja theoretisch könnt ihr alles essen, nur werden ihr den Mund nicht aufbekommen und kauen wollt ihr schonmal sowieso nicht, selbst wenn ihr es könntet. Praktisch? Empfehle ich folgendes ( ich bin keine Zahnärztin und garantiere für nichts, ich spreche nur aus eigener Erfahrung):

In den ersten Tage wo nicht viel geht:

  • Die ersten 2 bzw. 3 Tage Brühe und Suppe, was anderes geht fast nicht
  • Babygläser nach Lust und Laune, ich bevorzuge die mit Frucht. So herzhaftes, da schmecken echt nicht alle 😀
  • Kürbis-Creme Suppe (habe ich damals eingefroren, war noch über)
  • Babykekse (eintunken in Tee, zum einweichen)
  • Kartoffel-Karottenpüree (von Mama selbstgemacht am besten =) )
  • Babybrei (mit Wasser anrühren !)
  • eigentlich alles was man leicht runter schlucken kann ohne zu kauen
  • stilles Wasser
  • Tee alle Sorten ( Kamille zum „desinfizieren“)

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ab ca.5 Tag: ( je nachdem wie weit der Zustand es zu lässt)

  •  geht dann sehr weiches Brot, in kleine Stücke (am besten ohne Rand)
  • mit Marmelade ohne Stücke (zB. die von „Samt“  oder Hagebuttenmarmelade siehe Bild)
  • 5 min Terrinen zB mit Karoffelpüree
  • Tassen-Suppe
  • Hefezopf (kleine Stücke) mit Marmelade
  • ein leckerer weicher Donut (musste mal sein, was süßes)
  • Babykekse lutschen, bzw. abbeißen geht langsam
  • stilles Wasser
  • Tee
  • Kartoffeln ! Besonders Kartoffelpüree und gekochte (kann man super klein gedrückt essen)
  • Rührei
  • später, alles was weich ist und leicht runter geht

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Kartoffeln mit Rührei und Spinat

Ehrlich gesagt kommt es auch darauf an wie schnell es verheilt, bei der einen Person ist es vielleicht so, dass sie  nach 2 Tagen schon wieder mega fit ist und keine Probleme beim kauen hat, bei der anderen kann es sein, dass sie eben länger braucht mit der Regeneration. Die erste Woche hatte ich Probleme damit, den Mund richtig öffnen zu können…ein kleiner Löffel hat gepasst. Der Kiefer ist bei der Behandlung eben ganz schön „aufgerissen“ worden, man muss ja auch irgemdwie an die Stellen hinkommen & dann streikt der Kiefer eben eine Weile.

Was sollte man vermeiden?

  • Milch trinken und Milchprodukte vermeiden in den ersten 2-3 Tagen( wegen Antibiotika und den Milchsäure Bakterien, die in den ersten Tagen in die frische Wunde gelangen können) Ja, altmodisch und so, aber sicher ist sicher.
  • heißer Tee, besser lauwarmer
  • heiße Suppen etc.
  • rauchen mind. 4 Tage
  •  Alkohol MIND.4 Tage
  • Lebensmittel die man kauen muss
  • Lebensmittel die krümelig sind bzw. schnell in die Wunde kommen können
  • körperliche Anstregung !!
  • lachen…auch wenn es ich blöd anhört, es tut echt weh 😀

 

 Das wars erstmal mit „Superfood-Smoothie-Bowls“! – Denkste?! Dann kennst du noch nicht die „Babygläser-Bowls“ 😀

Nachdem bei meinen Weisheitszähnen alles gut gelaufen ist & Fäden gezogen wurden, konnte ich wieder bisschen „normale“ Sachen essen, musste aber eben schauen, dass nichts in meine Kieferhöhle kam.Nach 4 Wochen musste ich dann  nochmals operiert werden. Das Lied vom Ganzen: über 5 Wochen konnte ich nichts gescheites essen. Auch nach der OP hieß es, vorsichtig sein und weitere 2 1/2 Wochen Antibiotika nehmen. Ich hab versucht, dass beste daraus zu machen und mir das Essen irgendwie zu verschönern :D. Ich liebe Smoothiebowls über alles, sie wären die perfekte Konsistenz gewesen aber durch die Kerne der Beeren, war es für mich unmöglich diese zu essen ( es durfte absolut nichts in die offene Kieferhöhle kommen).

Deswegen hab ich es eben anders gemacht :

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Sorte: Apfel-Banane-Keks ; Topping: Baby-Knabberkeks, Banane,Acai-Pulver, Mangomus
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Das Babykeks“topping“,weicht in dem Fruchtbrei sehr gut ein, man muss also nicht wirklich kauen.

Thema Sport:

Ohje…nachdem ihr die Zähne gezogen bekommen habt ist Sport erstmal tabu. Mindestens eine Woche…je nachdem was Euer Arzt sagt. Für mich ist es für 5 Wochen verboten gewesen (man beachte das ich ja noch was anderes hatte)…Horror…vorallem weil es vor dem Eingriff so gut lief. Nach ca. 5 Wochen wurde mir dann erlaubt wieder ganz langsam anzufangen…Krafttraining war noch „verboten“…..langsames gehen und etwas Gymnastik war erlaubt. Danach hab ich gemerkt wie ich mich langsam steigern konnte und nun auch wieder bei meinem Krafttraining bin, zwar mit nicht so viel Gewicht wie vor der OP aber es nähert sich der Zahl schon langsam wieder =).

Ich Nachhinein denke ich mir: Weisheitszähne unter Dämmerschlaf ziehen lassen? Eigentlich gar nicht so schlimm, man sieht zwar nicht besonders hübsch danach aus 😀 aber es ist allemal nicht so schlimm wie eine Kieferhöhlen-OP (was heißt schlimm…ja gut irgendwie schon schlimm 😛 aber vorallem unangenehm).

Ihr könnt also beruhigt sein :). Ich sage es vielleicht so einfach aber ich hatte echt tierisch „Schiss“ davor und kann jetzt sagen: Halb so schlimm.

Ich hoffe mein „Out of Topic“ Beitrag hilft dem ein oder anderen, etwas relaxter an die Sache ran zu gehen. Bei Fragen, zögert nicht =)

Schöne Woche :*

0 Replies to “[Out of topic] Weisheitszahn-OP : Essensprobleme und andere Dinge”

  1. Ohje, ich kenne das ganze nur zu gut – mir wurden auch alle vier Weisheitszähne vor fast einem Jahr entfernt und man musste echt gucken, was man essen konnte und was nicht ging…

    Und deine Idee mit den Babygläser-Bowls ist super süß!

    LG Dani
    von http://sortofgorgeous.com/

  2. Ich war auch der totale Schisser und hab mir alle 4 in Vollnarkose rausmachen lassen 😉 Zweimal hätte ich das nicht durchstehen können glaube ich 😀
    Liebe Grüße, Coco
    https://mademoisellerosepale.wordpress.com/

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